Tagebucheintrag 14.05.2021 - Schulungsvideos mit dem Smartphone

Tagebucheintrag 14.05.2021 - Schulungsvideos mit dem Smartphone

Heute hatte ich ein Training, in dem die Teilnehmer lernen, wie sie mit dem Smartphone richtig gute Schulungsvideos erstellen.

Es kamen zwei Teilnehmer. Ein Teilnehmer ist bereits das vierte Mal dabei gewesen, der andere das erste Mal.

Nach der langen Lockdown-Phase und den vielen ausgefallenen oder verschobenen Live-Trainings war es ein richtiges Highlight wieder live einen Workshop zu geben. 

Aufbau des Trainings

Das Training ist so aufgebaut, dass die Teilnehmer einen Vorbereitungskurs erhalten. Das Ziel des Vorbereitungskurses ist es, dass sich die Teilnehmer im Vorfeld überlegen, was für ein Video sie drehen wollen.

In dem Seminar selber erzähle ich erst etwas zum Thema Filmtheorie und anschließend drehen wir die Videos und schneiden sie. Am Ende des Tages haben die Teilnehmer ein fertig geschnittenes Schulungsvideo.

Die Ergebnisse sind meist grandios.

Durchführung des Trainings

Jetzt könntest du vermuten, dass das wichtigste beim Dreh eines Schulungsvideos die Techniken sind und das Wissen, wie ein Video technisch richtig gedreht wird.

Das ist aber gar nicht das wichtigste.

Das Wichtigste in der Durchführung

Das wichtigste sind im Grunde zwei Dinge:

  • Die Struktur des Videos
  • Die Rhetorik und Wirkung im Video

Natürlich achte ich als Trainerin bei einem Videodreh ganz genau darauf, wie die Teilnehmer das Smartphone ausrichten und sich der Trainer im Bild positioniert. Ein stabiler Stand und eine gute Präsenz sind die Grundlage.

Doch selbst wenn das alles stimmt, ist das nicht der Garant für ein erfolgreiches Schulungsvideo.

Viel wichtiger ist es, sich vor dem Dreh Gedanken darüberzumachen, wie das Video bei der Aufnahme strukturiert wird.

Das schlimmste ist, wenn Trainer versuchen ausformulierte Texte auswendig zu lernen. Das kann nicht funktionieren.

Der rote Faden

Viel besser ist es, sich vorher einen roten Faden zu überlegen. Du kannst es dir wirklich vorstellen wie ein roter Faden. Und an dem roten Faden sind wenige Stichpunkte befestigt. Diese Stichpunkte sind Erinnerungshilfen, zu deinen Aussagen.

Bei einem Video geht es also nicht darum einen Text auswendig herunter zusprechen. Sondern es geht darum, sich zu überlegen:

  • Was ist das Ziel des Videos?
  • Was ist die Kernaussage?
  • Welche Argumente stützen die Kernaussage?

Mit diesen Stichpunkten und diesem roten Faden können die Trainer einen Videoimpuls von 1-3 Minuten drehen.

Die Emotionen

Wenn die Trainer dann den roten Faden haben, gilt es das Video aufzunehmen. Dabei coache ich die Teilnehmer zum Thema Präsenz und Rhetorik.

Und das ist der Teil, der meist magisch ist. Hier passiert die Verwandlung.

Denn die Trainer sind vor der Kamera häufig unsicher und nervös. Meine Aufgabe ist es dann, ihnen Werkzeuge und Herangehensweisen an die Hand zu geben, wie sie selbstsicher ihre Videos aufnehmen.

Dabei unterbreche ich sie häufig absichtlich und gebe ihnen Hilfestellung. 

Mein eigentliches Ziel ist es aber meist, sie aus dem Kopf ins Gefühl zu bringen.

Schulungsvideos, die auswendig gelernt herunter gesprochen werden, können einen Kursteilnehmer nicht bewegen. Das sind die Videos, in denen die Kursteilnehmer abschalten. Genauso ist es für einen Kursteilnehmer schwierig langen und verschachtelten Sätzen zu folgen.

Daher achte bei der Aufnahme von Videos:

  • auf kurze Sätze
  • verwende möglichst viele Hauptsätze 
  • wähle eine einfache Sprache
  • fühle das, was du sagst.

Und danach nimm dein Video auf und fühle, was du sagst.

Das ist für viele Trainer ein Schritt raus aus der Komfortzone. Und oft sind sie an dem Punkt, wo sie sagen: "Nein, das Video nehme ich nicht noch einmal auf."

Doch wenn sie dann das Video mit meinem Coaching noch einmal aufnehmen, ist das Ergebnis, dass die Videos unter die Haut gehen.

Dann

  • haben die Trainer eine tolle Präsenz
  • sprechen lebendig und mit Gefühl
  • wirken kompetent und überzeugend

Und ich als Zuhörer bin im Bann und hänge an den Lippen - ich bin gefesselt.

Der Unterschied von Versuch 1 zur fertigen Aufnahme sind Welten!

Heute waren die Ergebnisse so gut, dass mir die Videos so richtig unter die Haut gingen. Das war magisch!

Und bei beiden Teilnehmern ging es um das Thema Vertrieb.

Doch weißt du was für mich als Trainerin das Beste ist: Ich lerne jedes Mal neue Themen, Methoden und Techniken kennen und bin begeistert von dem, was die Trainer alles für krasse Sachen machen.

Nun freue mich schon auf das nächste Training.

Nächste Woche stehen dann Q&A-Sessions an, Webinare und Abendseminare.


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ÜBER DEN AUTOR

Autor

Claudia Grajek

Meine Mission ist es, das beste aus den Menschen herauszuholen und sie dabei zu unterstützen, die Ziele zu erreichen, die sie sich gesteckt haben.

In mir schlägt ein Trainerherz, ein Coachherz und ein Beraterherz. 

In diesem Blog möchte ich mein Wissen sichern. Da es schade wäre, wenn nur ich es kennen würde.

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